Hornspäne: Warum ist der Dünger 2020 so beliebt?

Um Gartenpflanzen oder Balkonblumen zu düngen, verwenden viele Hobbygärtner chemischen Mineraldünger. Durch seinen (oftmals) sehr hohen Stickstoffgehalt kann dieser den natürlichen Kreislauf des Boden beeinträchtigen. Viele Hobbygärtner sind deshalb auf der Suche nach einer Alternative. Könnte der klassische Mineraldünger durch Hornspäne ersetzt werden?

Letzte Aktualisierung am 18.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Klassischer Mineraldünger ist sehr einfach in der Anwendung. Tüte auf und die kleinen Kügelchen können nach belieben im eigenen Garten oder auf dem Balkon verstreut werden. Doch eine richtige Dosierung ist oftmals schwierig. Viele Mineraldünger sind gerade für Haustiere gefährlich und sollten deshalb nur mit Bedacht eingesetzt werden.

Was sind Hornspäne und wie werden diese hergestellt?

Hornspäne bestehen aus Schlachtabfällen. Dabei werden die Klauen und Hörner der Tiere zermahlen und zu Hornspänen verarbeitet. Bei manchen Herstellern kommen dabei auch Hörner oder Klauen aus sogenannten Tierkörperbeseitigungsanlagen zum Einsatz. Dort kommen bereits verstorbene Tiere aus der Landwirtschaft, aus Autounfällen oder aus Zoos und Wildgehegen an und werden dort weiter verarbeitet.

Je nach Hersteller werden verschiedene Körnungen produziert. Dabei gibt es drei Kategorien: Hornspäne*, Horngrieß* und Hornmehl*. Weiter unten im Artikel erklären wir welche Körnung wo eingesetzt werden sollte.

Der Vorteil an Hornspänen ist ihre natürliche Zusammensetzung. Dabei benötigen Pflanzen für ein optimales Wachstum hauptsächlich Stickstoff, Kali und Phosphor. Da der Boden hierzulande bereits reich an Kali und Phosphor ist benötigt man (meistens) nur einen Stickstoffdünger. Diesen bieten Hornspäne ohne den Boden durch künstlich hergestellten Dünger zu belasten.

Hornspäne können helfen bei Erdbeeren
Hornspäne können auch als Dünger für Erdbeeren oder für andere Nutzpflanzen dienen!

Welche Pflanzen können mit Hornspänen gedüngt werden?

Hornspäne sind pH-neutral und gelten als idealer Dünger für alle Nutzpflanzen und Blumen. Durch ihre natürliche Zusammensetzung können die Späne als Langzeitdünger eingesetzt werden. Eine wirkliche Einschränkung gibt es dabei nicht!

Gibt es unterschiedliche Hornspäne?

Je nach Körnung der Produkte verändern sich die Eigenschaften. Je feiner gemahlen das Produkt ist, desto schneller gelingt es in den Boden und in die Pflanze. Dementsprechend geringer ist allerdings auch die Langzeitwirkung. Idealerweise fängt man an im Herbst zu düngen. Dabei sollte man darauf achten, dass der Dünger unter die Erde gemischt wird, da ansonsten die Zersetzung deutlich länger dauert.

Hornspäne

Hornspäne sind zwischen 4 und 9 mm groß und eigenen sich ideal als Langzeitdünger. Durch Ihre Größe dauert es etwas länger bis diese anfangen zu wirken. Deshalb ist der rechtzeitige Einsatz entscheidend.

Horngrieß

Horngrieß ist deutlich feiner gemahlen als die klassischen Hornspäne. Dadurch wirkt es etwas schneller als die groben Späne – hat aber auch eine geringere Langzeitdauer.

Hornmehl

Hornmehl erinnert uns an Mehl aus der Küche. Das Produkt ist sehr fein zermahlen – Je nach Hersteller ist es nur zwischen 1 und 3 mm groß. Dadurch kann es extrem schnell vom Boden und den Pflanzen aufgenommen werden. Leider ist die Langzeitwirkung dadurch nicht mehr gegeben.

Wie viel Kilogramm der Späne brauche ich für meinen Garten?

Je nachdem ob man grobe Hornspäne, Hornmehl oder Horngrieß verwendet, kann dieser Wert schwanken. Als Faustformel gilt: 1 KG Hornspäne reicht für 10 qm2. Je nachdem ob man sich eine stärker Düngewirkung wünscht, kann dieser Wert schwanken. Wichtig ist es deshalb ausreichend Vorrat der Späne zu haben!

Produktempfehlung (Balkon und Garten)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hornspäne die ideale Möglichkeit sind, um den eigenen Garten mit allen Pflanzen zu düngen. Durch seine Langzeitwirkung muss man weniger über das Jahr verteilt düngen und auch der Anschaffungspreis ist oftmals geringer als bei Mineraldüngern. Da Hornspäne ein natürliches Produkt sind, kann die Düngeleistung nicht mit industriell hergestellten Düngern mithalten. Je nach Anwendungsbereich muss sie dieses aber auch nicht!

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